Sonntag, 14. Dezember 2014

Fan-Art und Gaming-Tipp: Never alone

Nuna und ihr Polarfuchs - Fanart in Acryl

Spielt ihr Computerspiele? Ich nicht. Und genau deshalb stelle ich euch heute ein sagenhaftes Spiel vor.

Eigentlich sind Computerspiele Herrn Sonnengereifts Terrain. Das letzte Mal wirklich gespielt habe ich ungefähr vor fünfzehn Jahren. Damals war die Nintendo-Welle für einen begrenzten Zeitraum von meinem Bruder auf mich geschwappt. Jetzt ist es wieder passiert. Ich wurde angefixt und zwar von dem Spiel „Never alone“. Das Tolle ist: Man kann es zu zweit spielen.


„Never alone“ erzählt die Geschichte des Inuit-Mädchens „Nuna“, die ihr Volk in Alaska vor einem zerstörerischen Schneesturm retten will. Bei ihrem Vorhaben unterstützen sie ein kleiner Polarfuchs und Geister aus den Sagen ihres indigenen Volks.

Eingeborene kommen in Filmbeiträgen zu Wort


Auftraggeber dieses Computerspiels ist die gemeinnützige Organisation „Cook Inlet Tribal Council“. Der Verband setzt sich für den Erhalt der Kultur und Lebensgrundlage der Ureinwohner Alaskas ein. Durch das Spiel lernt ihr deshalb die Werte und Lebensbedingungen von Nunas Volk, den „Iñupiat“, kennen. Von den Iñupiat leben heute nur noch rund 4000 Menschen im Nordwesten Alaskas. Ein besonderes Merkmal: Sie leben in enger spiritueller Verbindung mit der Natur.

Die Spiele-Entwickler haben vor Ort recherchiert und dieses Material in das Spiel eingenbaut. So kommt Nuna im Spielverlauf immer wieder an Stationen, in denen ihr euch für kurze Filmbeiträge zurück lehnen dürft. Dann erzählen Dorfbewohner etwas über ihre Vergangenheit. Ein Mann berichtet zum Beispiel, wie er als Kind einmal auf einer Eisscholle abgetrieben ist. Und eine Frau erinnert sich, wie und warum ihre Familie einen Eisbären groß gezogen hat. Daneben gibt es Interviews mit Spezialisten indigener Kulturen und Ausschnitte aus vergangenen Dokumentationen. 

Ein Iñupiat-Lehrer erzählt in seiner Muttersprache


Habt ihr einen dieser Beiträge gesehen, geht ihr wieder zusammen mit Nuna und dem Polarfuchs auf die Suche nach der Ursache des Schneesturms. Diese Handlung basiert übrigens auf der Sage „Kunuuksaayuka“, die der Sprachwissenschaftler und Iñupiat-Lehrer James Nageakdem in seiner Muttersprache erzählt. Natürlich gibt es für euch einen deutschen Untertitel. Auch grafisch haben sich die Entwickler an den Iñupiat orientiert. Einige Elemente erinnern an Höhlenmalereien.

Es war richtig schade, als das Spiel nach mehreren Abenden vorbei war. Ich hatte den Polarfuchs gespielt und Herr Sonnengereift die Rolle der Nuna. Das spielen wir bestimmt noch einmal in vertauschten Rollen.

Das Spiel hat mich so inspiriert, dass ich direkt ein Fanart-Bild (siehe oben) in Acryl gemalt habe. Ein Winterbild passend zur Jahreszeit. Und hier noch ein kleiner Vorgeschmack über den Trailer:



Könnt ihr übrigens mit PC, XBoxOne und PlayStation 4 spielen.

Viel Spaß und schreibt doch mal, wenn ihr es gespielt habt! Und sollte jemand einen guten Spiele-Tipp haben, immer her damit. 

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